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Eventbericht · Hochzeit
Hochzeit am Weidenseehof in Schaafheim: Gold, Royalblau und eine Trauung auf Strohballen
Wie wir für Nancy und Artur eine Location gefunden haben, die Natur und Festsaal gleichzeitig kann – und sie in einem Tag komplett umgestaltet haben.
📅 Juni 2022 · 📍 Schaafheim · ⏱ 9 Min. Lesezeit · ✍️ Eventwerk Rodgau
Das Event im Überblick
- Was heißt „eine Location, die Natur und Festsaal kann“?
- Warum es am Ende der Weidenseehof wurde
- Die freie Trauung: Strohballen unter Trauerweiden
- Gold und Royalblau: das Farbkonzept
- Die U-Tafel: warum die Tischform über den Abend entscheidet
- Selbst gemacht: Willkommensschild, Sitzplan und Fotowand
- Die Kinderecke: der Teil, den Erwachsene unterschätzen
- Torte, Kaffee und ein Tamada als Moderator
- Catering, Bar und Service
- Häufige Fragen zur Hochzeit am Weidenseehof
Nancy und Artur kamen mit einem Wunsch, der sich erst einmal widerspricht: Es sollte natürlich sein – Wiese, Bäume, draußen – und gleichzeitig elegant. Gold, Royalblau, gedeckte Tafel, richtiger Festsaal für den Abend.
Beides zusammen gibt es nicht oft. Wir haben eine ganze Reihe Locations vorgeschlagen, bis eine dabei war, die beides mitbringt: den Weidenseehof in Schaafheim. Draußen Trauerweiden, Wiese und Wasser, drinnen eine Halle mit Holzdecke, die sich komplett bespielen lässt.
Am 25. Juni 2022 haben wir daraus einen Tag für rund 80 Gäste gemacht: freie Trauung unter den Weiden, Sitzplätze auf Strohballen, danach eine U-Tafel in Gold und Royalblau. Und ein Detail, das für uns eine Premiere war – ein Tamada, der die Hochzeit moderiert hat.
Was heißt „eine Location, die Natur und Festsaal kann"?
Die meisten Hochzeitspaare entscheiden sich irgendwann für eine Seite. Entweder es wird draußen, dann hängt der Tag am Wetter. Oder es wird drinnen, dann ist der Saal schön, aber die Bilder sehen aus wie in jedem anderen Saal.
Eine Location mit beidem löst das – aber nur, wenn zwei Dinge stimmen: Die Außenfläche muss von sich aus etwas hergeben, damit man sie nicht mit Deko zubauen muss. Und der Innenraum muss neutral genug sein, dass er das Farbkonzept des Paares annimmt, statt dagegenzuarbeiten.
Genau danach haben wir bei Nancy und Artur gesucht. Wie wir bei der Locationsuche grundsätzlich vorgehen, steht in unserem Beitrag Hochzeitslocation finden.
01 Warum es am Ende der Weidenseehof wurde
Die Locationsuche war der längste Teil der Planung. Wir haben Vorschläge gemacht, verworfen, neue gebracht. Der Knackpunkt war jedes Mal derselbe: Entweder war die Natur da und der Innenraum eine Notlösung, oder der Saal war schön und drumherum lag ein Parkplatz.
Der Weidenseehof in Schaafheim hatte beides. Die Trauerweiden am Wasser sind ein Bild, für das man nichts dazustellen muss. Und die Halle hat eine Holzdecke mit sichtbarem Gebälk – ein Raum, der Licht und Farbe annimmt, statt sie zu schlucken.
Schaafheim liegt rund 25 Kilometer von Rodgau entfernt, also gut in unserem Einsatzradius. Für uns hieß das: eine Anfahrt, ein Aufbautag, alles aus einer Hand.
02 Die freie Trauung: Strohballen unter Trauerweiden
Das ist der Moment, an den sich alle erinnern. Statt Klappstühlen standen Strohballen im Halbrund, davor zwei Korbsessel für Nancy und Artur, dazu große Buchstaben und Blumenschmuck. Die Weiden hängen so tief, dass sie den Platz von selbst rahmen – man braucht keinen Traubogen, wenn man so einen Baum hat.
Das Wetter hat mitgespielt, und zwar so, wie man es sich im Juni wünscht: warm, aber nicht drückend, Sonne durch die Blätter.
Amelie hat den Tag durchgehend organisiert und geführt. Sie hat die Braut am Auto in Empfang genommen, ihr den Brautstrauß übergeben und sie zur Trauung gebracht – und dazwischen geprüft, ob alles steht, damit es Stück für Stück losgehen kann. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Plan auf Papier und einem Tag, der sich für das Brautpaar leicht anfühlt.


Amelie nimmt die Braut am Auto in Empfang und übergibt ihr den Brautstrauß – rechts die Begrüßung des Brautpaars im Garten.

Strohballen im Halbrund, Korbsessel für das Brautpaar – und Trauerweiden, die den Platz von selbst rahmen.

Der Brautstrauß: weiße Rosen mit Schleierkraut und Eukalyptus.
03 Gold und Royalblau: das Farbkonzept
Ein Farbkonzept funktioniert nur, wenn man es nicht auf halbem Weg aufgibt. Bei Nancy und Artur zog sich Gold und Royalblau durch jedes Element:
- Gold: Platzteller, Besteck, Tischnummern, die Schrift auf den Schildern, Akzente in den Blumengestecken
- Royalblau: Tischläufer aus Musselin, Stoffservietten, Namenskärtchen, der Hintergrund der selbst gestalteten Schilder
- Weiß: Tischdecken, Blumen, Kerzen
Bei den Blumen haben wir bewusst schlicht gearbeitet: weiße Rosen, Schleierkraut und Eukalyptus, in die Gestecke hinein goldene Akzente. Keine Farbexplosion – die Farbe kommt bei diesem Konzept vom Gedeck, nicht aus der Vase.
Woher das Material kommt: Platzteller, Besteck, Gläser, Vasen und Textilien stammen aus unserem eigenen Bestand (Eventdekoration mieten).
Dass zwei Farben nicht die einzige Möglichkeit sind, zeigt eine Hochzeit, die wir wenige Wochen später betreut haben: Dort liefen drei Farben – Pink, Petrol und Senfgelb nebeneinander, und der Tisch wurde dafür einzeln abgestimmt statt durchgehend gleich gedeckt.
In einer Location mit viel eigenem Charakter reicht sogar eine einzige Akzentfarbe: Bei der Hochzeit im Schaafstall in Mahlstetten war das Gold – Platzteller, Besteck und Tischnummern, mehr nicht.


Goldener Platzteller, royalblaue Stoffserviette, goldenes Besteck – und die Tafel mit Musselin-Läufer und weißen Rosen.
04 Die U-Tafel: warum die Tischform über den Abend entscheidet
Bei rund 80 Gästen ist die Tischform keine Geschmacksfrage, sondern eine Ablaufentscheidung. Runde Tische sind gesellig, aber die Hälfte der Gäste sitzt falschherum, sobald vorne etwas passiert. Eine lange Tafel ist schön, braucht aber Länge, die nicht jeder Raum hat.
Das U löst beides: Alle schauen nach innen, das Brautpaar sitzt an der Kopfseite, und die freie Fläche in der Mitte wird im Lauf des Abends zur Bühne – erst für den Tamada, später für die Tanzfläche.
Eingedeckt wurde durchgehend im Konzept: weiße Tischdecken, royalblauer Musselin-Läufer mittig, goldene Platzteller, goldenes Besteck, royalblaue Stoffservietten, goldene Tischnummern. Dazu Lichterketten unter der Holzdecke und Ambientelicht an den Wänden, das den Raum am Abend warm färbt (Lichttechnik mieten).

Die U-Tafel im Saal des Weidenseehofs – alle schauen nach innen, die Mitte bleibt frei.
05 Selbst gemacht: Willkommensschild, Sitzplan und Fotowand
Papeterie ist der Teil, an dem man sofort sieht, ob eine Hochzeit durchgeplant ist oder zusammengesucht. Deshalb machen wir sie selbst:
- Willkommensschild: Acrylplatte, Schrift in Gold geplottet, Rückseite im Royalblau des Farbkonzepts lackiert – dadurch steht die Schrift frei und das Blau wirkt wie ein Verlauf
- Sitzplan: gleiche Machart, präsentiert auf unseren weißen Staffeleien
- Tischnummern, Menü- und Getränkekarten: im selben Satz
Dazu kam unsere selbst gebaute Fotowand. Sie ist ein Lieblingsstück von uns und steht inzwischen auf fast jeder Hochzeit: ein Hintergrund, vor dem jedes Foto gut aussieht, ohne dass man eine Ecke des Raums dafür opfern muss. Direkt davor stand die Fotobox, die wir samt Equipment organisiert haben – erfahrungsgemäß der Ort, an dem am Ende des Abends die meisten Bilder entstehen.

Das Willkommensschild: Acrylplatte, Schrift in Gold geplottet, Rückseite royalblau lackiert.


Die selbst gebaute Fotowand mit Fotobox davor – und die Cocktailkarte an unserer Bar.
06 Die Kinderecke: der Teil, den Erwachsene unterschätzen
Unsere Kinderecke ist eines der Dinge, nach denen wir am häufigsten gefragt werden – und jedes Mal wird sie unterschätzt, bis sie steht.
Am Weidenseehof stand sie im Schatten unter den Bäumen: das Tipi-Zelt mit Kuscheltieren und Decken, davor der Basteltisch mit kleinen Stühlen, dazu Spiele und Bücher. Kein Kinderbereich, der aus zwei Malbüchern auf einem Stehtisch besteht, sondern ein eigener kleiner Ort.
Der Effekt ist immer derselbe: Die Kinder bleiben da, wo sie hingehören – mitten im Fest, aber mit etwas zu tun. Und die Eltern sitzen am Tisch, statt abwechselnd draußen zu stehen.


Tipi mit Kuscheltieren und Decken, daneben der dekorierte Basteltisch mit kleinen Stühlen.
07 Torte, Kaffee und ein Tamada als Moderator
Die Torte war vierstöckig, blau-weiß marmoriert mit Blattgold und weißen Rosen – also genau das Farbkonzept, nur essbar. Dazu gab es Cake-Sicles und Cupcakes in mehreren Sorten, ausgeschildert auf kleinen Tafeln. Organisiert und abgestimmt haben wir das mit der Tortenmanufaktur Törtlichkeit.
Und dann kam der Teil, der für uns neu war. Nancy und Artur haben russische Wurzeln, und in dieser Hochzeitstradition gibt es den Tamada – einen Moderator, der nicht einfach ansagt, sondern den kompletten Tag führt: Reden, Spiele, Übergänge, Stimmung. Bei dieser Hochzeit war der Tamada gleichzeitig der DJ, den wir für das Paar organisiert haben.
Für uns war das eine Premiere – und eine, die richtig gut funktioniert hat. Ein Tamada nimmt der Planung den Teil ab, der sonst am Tag selbst am meisten Aufmerksamkeit frisst: den Ablauf im Saal. Wir konnten uns auf Technik, Service und Timing konzentrieren, während vorne jemand stand, der die Gäste durch den Abend getragen hat.

Vierstöckig, blau-weiß marmoriert, mit Blattgold und weißen Rosen – das Farbkonzept als Torte.
08 Catering, Bar und Service
Beim Catering haben wir organisiert, abgestimmt und den Rahmen gestellt: Buffetaufbau, Ausschilderung, Fläche, Ablauf. Gekocht hat Lofthouse Catering aus Offenbach – unter anderem Gegrilltes, Nudel- und Gemüsebeilagen, Tomate-Mozzarella, ein Linsen-Gemüse-Curry und eine Gazpacho im Glas. Jedes Gericht war ausgeschildert, damit niemand fragen muss, was in der Schale ist.
Die Bar lief komplett über uns: Cocktailkarte, Ausschank, Service am Tisch und an der Theke. Das ist der Punkt, an dem Full-Service für das Brautpaar am spürbarsten wird – niemand muss nachzählen, ob noch genug da ist, und niemand aus der Familie steht am Zapfhahn.

Das Buffet von Lofthouse Catering – jedes Gericht ausgeschildert.
Fazit
Nancy und Artur wollten Natur und Eleganz gleichzeitig. Das ist kein Widerspruch, wenn der Ort beides kann und das Konzept konsequent bleibt.
Herausgekommen ist ein Tag, der draußen unter Trauerweiden auf Strohballen begann und drinnen an einer U-Tafel in Gold und Royalblau endete – mit einer Kinderecke, die den Eltern den Abend gerettet hat, und einem Tamada, der uns gezeigt hat, wie gut eine fremde Tradition zu einer deutschen Hochzeit passt.
Wenn Ihr zwei Vorstellungen habt, die sich auf den ersten Blick ausschließen – sprecht uns an. Meistens gibt es einen Ort, an dem beides geht. Wie eine komplett geplante Hochzeit bei uns abläuft, steht hier; alle Schritte der Reihe nach im Hochzeits-Ratgeber.


Nancy und Artur unter den Trauerweiden am Weidenseehof – rechts mit Amelie, die den Tag von der Ankunft der Braut bis zum letzten Programmpunkt begleitet hat.
📸 Impressionen von der Hochzeit am Weidenseehof
Von den Details der Trauung über die Kaffeetafel bis zum Paarshooting unter den Weiden.
Warum Eventwerk Rodgau?
Zwei Vorstellungen, die sich auszuschließen scheinen?
Erzählt uns von Eurem Tag – wir melden uns mit Ideen und einem ehrlichen Angebot. Wir planen und liefern komplette Hochzeiten in Rodgau, Schaafheim, Dieburg, Babenhausen und im gesamten Rhein-Main-Gebiet.
Häufige Fragen zur Hochzeit am Weidenseehof
Ein Tamada ist der traditionelle Hochzeitsmoderator bei russischen, georgischen und osteuropäischen Feiern. Er führt nicht nur an, sondern durch den kompletten Tag – Reden, Spiele, Übergänge, Timing. Bei Nancy und Artur war der Tamada gleichzeitig der DJ. Für die Planung ist das eine Entlastung, weil der Ablauf im Saal in einer Hand liegt.
Indem man beide Seiten getrennt bewertet. Die Außenfläche muss auch ohne Deko ein Bild ergeben, der Innenraum muss neutral genug sein, um ein Farbkonzept anzunehmen. Wir schauen uns Orte deshalb immer zu beiden Tageszeiten an – mittags für die Trauung, abends für den Saal.
Für eine freie Trauung ja, und sie passen zu einer natürlichen Location besser als Klappstühle. Wichtig ist eine Auflage, damit Kleidung sauber bleibt, und ein paar richtige Stühle für Gäste, die nicht tief sitzen können oder wollen. Für ein mehrstündiges Abendessen sind sie nicht gedacht.
Weil bei einem U niemand mit dem Rücken zum Geschehen sitzt und die Mitte für Moderation, Spiele und Tanz frei bleibt. Runde Tische sind geselliger im kleinen Kreis, aber sobald vorne ein Programm läuft, dreht sich die halbe Gesellschaft um. Welche Form passt, entscheiden wir anhand von Gästezahl, Raumform und Ablauf.
Fast immer. Sobald mehr als eine Handvoll Kinder da ist, entscheidet der Kinderbereich darüber, ob deren Eltern den Abend mitfeiern. Unsere Kinderecke besteht aus Tipi mit Kuscheltieren und Decken, Basteltisch, Kinderstühlen, Spielen und Büchern – aufgebaut in Sichtweite der Tafel, aber außerhalb des Trubels.
Ja. Bei dieser Hochzeit haben wir Catering, Torte und Musik organisiert und über den Tag koordiniert. Das Brautpaar hatte einen Ansprechpartner statt vier – und die Dienstleister untereinander auch.
Willkommensschilder, Sitzpläne, Tischnummern sowie Menü- und Getränkekarten fertigen wir selbst an, passend zum Farbkonzept. Bei Nancy und Artur waren es geplottete Acrylplatten mit goldener Schrift auf royalblauem Grund.
Ja. Unser Schwerpunkt liegt im Umkreis von rund 40 Kilometern um Rodgau – dazu gehören Schaafheim, Babenhausen, Dieburg, Rödermark, Seligenstadt, Offenbach, Aschaffenburg und das Rhein-Main-Gebiet. Für Komplettplanungen fahren wir auch weiter, wenn Ablauf und Logistik zusammenpassen.











