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Vier Firmen, eine Vision
Eventwerk Rodgau, Omega Mounting, Racoon Media und Bauwerk Rodgau sitzen an derselben Adresse – und leihen sich gegenseitig genau das, was der anderen fehlt. Warum das Aggregat, das im Ahrtal stand, heute Eure Hochzeit beleuchtet.
📅 August 2026 · 📍 Rodgau · ⏱ 11 Min. Lesezeit · ✍️ Eventwerk Rodgau
Die vier im Überblick
- Wie aus einer Firma vier wurden
- Omega Mounting: Technik aus der Industrie
- Racoon Media: Sichtbarkeit vor dem ersten Aufbautag
- Bauwerk Rodgau: Warum ein Aggregat Arbeit braucht
- Was das für Euch als Kunde bedeutet
- Häufige Fragen (FAQ)
Es gibt einen Satz, den wir bei Anfragen immer wieder hören: „Ihr macht ja ganz schön viel.“ Stimmt. Und es klingt erstmal nach Zersplitterung – nach einem, der alles ein bisschen kann und nichts richtig. Es ist das Gegenteil. Hinter der Hügelstraße 5 in Rodgau stehen vier Unternehmungen, die alle aus einer Wurzel gewachsen sind. Jede hat ihr eigenes Geschäft, ihre eigenen Kunden, ihre eigene Rechnung. Und jede bringt etwas mit, das den anderen dreien fehlen würde.Das klarste Beispiel steht bei uns auf dem Hof: ein 110-kVA-Notstromaggregat. Es gehört nicht dem Eventwerk, sondern der Bauwerk Rodgau gGmbH, unserer gemeinnützigen Katastrophenhilfe. Es war im Ahrtal im Einsatz. Und wenn es nicht gerade irgendwo in Europa gebraucht wird, versorgt es ein Festzelt in Rodgau mit Strom – das ist kein Zweitverwerten, sondern der einzige Grund, warum es im Ernstfall zuverlässig anspringt.
01 Wie aus einer Firma vier wurden
Angefangen hat alles 2011 mit dem, womit die meisten Eventfirmen anfangen: mit Musik. Zwei DJs, die irgendwann mehr Technik im Keller hatten als Termine im Kalender. Was dann kam, war die typische Entwicklung: erst Technik verleihen, dann aufbauen, dann betreuen, dann das ganze Event planen. Aus dem Technikverleih wurde eine Agentur mit eigenem Material – Bühnen, Licht, Ton, Zelte, Mobiliar, Geschirr. Dazwischen eigene Veranstaltungen: sechs Rodgauer Oktoberfeste, vom ersten in der TSV-Halle bis zum Festzelt mit über 1.500 Besuchern an zwei Tagen.
Ein Jahr später kam Omega Mounting dazu – zunächst als Einzelunternehmen, seit 2019 als GmbH. Industriemontage: Anlagen aufbauen, warten, instand halten, Sonderkonstruktionen fertigen. Heute arbeitet Omega täglich im Datencenter-Bau im Rhein-Main-Gebiet – dort, wo Transformatoren, Kälteanlagen und Notstromsysteme in Gebäude gehoben werden, die dafür eigentlich zu eng sind. Tobias hat sich in diesem Geschäft zum Lifting AP (Appointed Person) hochgearbeitet: Er plant, prüft und verantwortet sämtliche Hebearbeiten auf einer Baustelle.
Racoon Media ist während Corona entstanden, aufgebaut von Amelie Laufer. Der Anlass war banal: Als keine Events mehr stattfanden, blieb die Frage, was man mit einer Firma macht, die Menschen zusammenbringt, wenn Menschen nicht zusammenkommen dürfen. Die Antwort war ein Film- und Podcaststudio. Daraus wurde eine Marketing-Marke: Webdesign, Business-Fotografie, Foto- und Videoproduktion, Werbemonitore, Print.
Und dann kam der Juli 2021. Die Flut ins Ahrtal. Was danach passierte, war nicht geplant und stand in keinem Businessplan. Aus einer Rodgauer Spendensammlung wurden Sachspenden im Wert von über 500.000 Euro. Aus einem Hilfstransport wurden sechs LKW mit mehr als 30 Tonnen. Aus „wir fahren mal hin“ wurden Monate: eine Müll-Abladestelle in Ahrweiler mit Baggerbetrieb, ein Hygienepark, ein Camp mit Kanalisation, Strom und Wasser, 18-Stunden-Tage.
Und die Aktion KlimAHRtechniker – gemeinsam mit zwei Handwerksbetrieben aus der Region wurden aus geplanten „100 Geräten“ bis Ende Oktober über 500 Heizgeräte für Menschen ohne Heizung. Im November 2022 gab es dafür die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.
Wichtiger als die Medaille war aber die Erkenntnis: Wer im Katastrophenfall helfen will, braucht eine Struktur. Spenden brauchen einen gemeinnützigen Empfänger. Material braucht einen Eigentümer. Einsätze brauchen Versicherung und Verantwortliche. Im März 2022 wurde deshalb die Bauwerk Rodgau gGmbH gegründet – ihre eigene Chronik erzählt das im Detail. Seitdem waren wir im Ahrtal (bis 2024), in Moldawien, in der Türkei nach dem Erdbeben, bei der Flut in Slowenien und mit „Little Hearts“ in der Ukraine. Das Spendenvolumen liegt inzwischen bei über 6,5 Millionen Euro.
02 Omega Mounting: Stahlbau, Rigging und Elektrik
Stahlbau und Sonderkonstruktionen. Für Messestände braucht es oft Dinge, die es nicht zu kaufen gibt: eine Halterung, die genau so und nicht anders sitzt. Eine Konstruktion, die ein bestimmtes Gewicht trägt. Bei Omega steht die Werkstatt mit Dreh- und Fräsmaschine – was gebraucht wird, wird als Sonderanfertigung gebaut.
Riggingtechnik. Bei großen Veranstaltungen hängt Technik in der Luft: Traversen, Scheinwerfer, Beschallung, Videowände. Das ist der Bereich, in dem Fehler nicht passieren dürfen, weil darunter Menschen stehen. Dazu gehören der Sachkundige für Anschlagmittel und Traversen sowie die Ausbilder- und Prüferqualifikationen für Krananlagen, Hubarbeitsbühnen und Teleskopmaschinen. Das heißt: Wir bilden unsere Bediener selbst aus und prüfen sie selbst.
Elektrik. Der unterschätzte Teil. Ein Fest mit Küche, Kühlung, Licht, Ton und Heizung ist elektrisch gesehen eine kleine Baustelle. Wer Starkstrom nur vom Verleih-Katalog kennt, rechnet Anlaufströme falsch. Wer aus der Industrie kommt, weiß, was ein 125-A-Anschluss aushält und wo die Reserve sein muss.
Und die Maschinen. Arbeitsbühnen, Stapler, Werkzeug, Fahrzeuge. Wenn beim Aufbau eine Hebebühne fehlt, telefonieren wir nicht herum – wir holen sie vom Hof.
Was das praktisch bedeutet: Auf einer Rechenzentrums-Baustelle wird jede Hebearbeit vorher geplant, freigegeben und dokumentiert. Kabelwege werden gesichert, Lasten berechnet, Zugänge geprüft. Nicht, weil jemand pedantisch ist, sondern weil sonst nichts freigegeben wird. Diese Denkweise nehmen wir mit auf jedes Fest. Sie macht keine Party schöner – aber sie sorgt dafür, dass niemand über ein Kabel stolpert und die Stromversorgung auch dann noch steht, wenn die Küche gleichzeitig mit der Lichtanlage anläuft.
03 Racoon Media: Sichtbarkeit vor dem ersten Aufbautag
Die kurze Antwort: Ein Fest, über das vorher niemand spricht, hat es schwerer. Racoon macht die Hälfte der Arbeit, bevor der erste Aufbautag beginnt – und weiß dabei genau, wie das Zelt am Samstag aussehen wird.
Für Eventwerk-Projekte übernimmt Racoon das, was jede Eventagentur sonst extern einkaufen müsste: Eventmarketing (Ankündigung, Ticketkommunikation, Einladungsdesign), Bildschirmwerbung auf Werbemonitoren im lokalen Handel, Print von Flyer bis Beschilderung, Foto und Film für Dokumentation und Aftermovie, Social Media und Messebau.
Warum Offline und Online zusammengehören. Klassisches Eventmarketing war lange Offline-Arbeit: Plakat, Flyer, Anzeige im Wochenblatt. Das gibt es weiter, und regional funktioniert es immer noch. Aber der größere Teil passiert heute online – und die beiden Welten verstärken sich gegenseitig.
Ein Beispiel aus unserer eigenen Erfahrung: Ein Gewinnspiel mit zwei lokalen Partnern brachte auf unserem Instagram-Kanal 352 Likes und 181 Kommentare – der Interaktionsrekord des Kanals. Ein Reel von einer Hochzeit auf einem Schafstall kam auf über 17.000 Aufrufe. Für ein Fest heißt das: Die Anzeige im Amtsblatt erreicht die eine Hälfte, das Reel die andere. Wer beides macht, füllt sein Zelt. Und wer nach dem Fest gute Bilder hat, verkauft die nächste Auflage leichter.
Das kann man extern einkaufen. Es ist nur deutlich schwieriger zu koordinieren, wenn die Agentur nicht weiß, wie das Zelt am Samstag aussieht – weil sie es nicht selbst aufgebaut hat.
04 Bauwerk Rodgau: Warum ein Aggregat Arbeit braucht
Ein Dieselmotor, der steht, geht kaputt. Nicht sofort, aber sicher. Dichtungen trocknen aus, Kraftstoff altert, Batterien entladen sich, Feuchtigkeit setzt sich in Zylindern ab, Filter setzen sich zu. Ein Aggregat, das drei Jahre in einer Halle stand und dann im Ernstfall gebraucht wird, springt mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht an. Und wenn doch, fällt es nach zwei Stunden unter Last aus.
Das ist keine Event-Weisheit, sondern Alltag bei Omega Mounting: Dort gehört die Wartung von Netzersatzanlagen und die Arbeit im Bereich Energie und Notstrom zum Tagesgeschäft – für Rechenzentren, die keine Sekunde ohne Strom auskommen dürfen.
Das Schlimmste, was einem Notstromaggregat passieren kann, ist, dass man es in Ruhe lässt. Genau deshalb laufen unsere großen Aggregate auf Events – aus vier Gründen:
1. Sie bleiben in Bewegung. Jeder Einsatz ist ein Belastungstest unter realen Bedingungen – nicht ein Probelauf im Leerlauf, sondern echte Last über viele Stunden.
2. Fehler zeigen sich, bevor sie wehtun. Wenn eine Kraftstoffleitung schwitzt oder die Ladeelektronik schwächelt, merken wir das auf einem Vereinsfest. Nicht in einem Katastrophengebiet ohne Ersatzteillager.
3. Die Wartung finanziert sich selbst. Ein 110-kVA-Aggregat kostet Geld – Ölwechsel, Filter, Prüfungen, Rücklagen für Reparaturen. Diese Kosten trägt der Event-Einsatz. Eine gemeinnützige Organisation, die nur Spenden hat, müsste Spendengeld für Wartung ausgeben. So geht das Spendengeld in die Hilfe, und der Betrieb zahlt sich selbst.
4. Und der wichtigste Punkt: Wenn das Aggregat für uns arbeitet, arbeitet es nicht im Krisengebiet. Wir sind jedes Mal froh, wenn wir es für ein Zelt statt für eine überflutete Ortschaft brauchen.
Konkret sind das die beiden großen: das Polyma mit 48 kVA im blauen Schallschutzgehäuse auf eigenem Einachser und das Endress mit 110 kVA im abschließbaren Anhänger, dauerlauffähig und regelmäßig unter Last getestet. Beide kommen auf Vereinsfeste, Festzelte und Geländeveranstaltungen – und beide würden binnen Stunden auf einem Hilfstransport stehen, wenn es sein muss.
Ein Beispiel: Bei der Holzversteigerung in Rodgau-Dudenhofen versorgt seit Jahren ein Aggregat vom Bauwerk die Küche mit Strom. Ein Waldstück, kein Anschluss, Regen, Schnee und Matsch – und trotzdem heißes Essen für die Besucher. Für das Bauwerk war das ein bezahlter Belastungstest. Für den Verein war es einfach ein Fest, das funktioniert hat.
05 Was das für Euch als Kunde bedeutet
⚡ Hinter den Kulissen
Das Bauwerk denkt Infrastruktur von hinten: nicht „was brauchen wir für das Fest“, sondern „was brauchen wir, wenn nichts mehr da ist“. Wasser, Abwasser, Strom, Wärme, Sanitär, Unterkunft. Diese Denkweise nehmen wir mit auf jedes Gelände, auf dem es keinen Anschluss gibt – und das sind mehr, als man denkt.
Wer die Arbeit des Bauwerks direkt unterstützen möchte: Das geht über Geldspenden, Sachspenden – oder indem man sich als Helfer meldet.
Ein Ansprechpartner statt fünf Rechnungen. Wer ein größeres Fest plant, kennt das Gegenteil: Der Zeltbauer weiß nicht, was der Elektriker vorhat. Der Techniker kommt, wenn der Boden noch nicht liegt. Die Agentur, die den Flyer macht, hat den Aufbauplan nie gesehen. Jede Schnittstelle ist eine Stelle, an der etwas schiefgehen kann – und am Ende steht der Veranstalter dazwischen und vermittelt. Bei uns läuft die Abstimmung im Haus. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern schlicht die kürzere Strecke.
Material, das benutzt wird. Vieles in unserem Lager gehört uns selbst – vom Aggregat über die Zelte bis zum Geschirr. Der Vorteil ist nicht der Preis, sondern die Verfügbarkeit: Was auf dem Hof steht, kann am Freitagabend noch eingeladen werden, wenn sich der Wetterbericht dreht. Und weil dasselbe Material im Katastrophenschutz eingesetzt wird, ist es entsprechend gepflegt.
Sichtbarkeit, ohne eine zweite Agentur zu suchen. Wenn Euer Fest Besucher braucht, könnt Ihr die Kommunikation gleich mitbestellen. Wenn nicht, macht Ihr das selbst – völlig in Ordnung. Der Punkt ist, dass Ihr nicht suchen müsst.
Man kann das alles auch getrennt haben. Eine Eventagentur, einen Elektriker, eine Werbeagentur, einen Aggregatverleih. Das funktioniert, und viele machen es so. Was man dabei nicht bekommt, ist der Effekt, um den es hier geht: dass ein Notstromaggregat besser wird, weil es auf Festen arbeitet. Dass ein Messestand stabiler steht, weil derselbe Betrieb im Rechenzentrum Lasten hebt. Dass ein Aftermovie schneller online ist, weil der Fotograf beim Aufbau schon da war.
Jede der vier hätte allein weniger. Zusammen ergeben sie etwas, das keine von ihnen kaufen könnte. Und wenn wir das nächste Mal ein Aggregat auf ein Vereinsfest fahren, dann ist das nicht nur ein Auftrag. Es ist auch die Wartung für den Tag, an dem irgendwo in Europa der Strom ausfällt.
📸 Aus dem Maschinenpark und dem Studio
Warum Eventwerk Rodgau?
Euer Fest, Eure Feier, Euer Firmenevent?
Erzählt uns von Eurem Vorhaben – wir melden uns mit Ideen und einem ehrlichen Angebot. Wir sind im Einsatz in Rodgau, Offenbach, Hanau, Seligenstadt, Aschaffenburg und der ganzen Region Rhein-Main.
Häufige Fragen zum Firmenverbund
Rechtlich sind es drei Gesellschaften: die Eventwerk Rodgau GmbH, die Omega Mounting GmbH und die gemeinnützige Bauwerk Rodgau gGmbH. Racoon Media ist eine Marke der Eventwerk Rodgau GmbH mit eigenem Auftritt und eigenen Kunden. Alle sitzen in Rodgau an derselben Adresse.
Nein. Ihr habt einen Vertragspartner – in der Regel die Eventwerk Rodgau GmbH – und bekommt eine Rechnung. Was intern zwischen den Gesellschaften verrechnet wird, ist unsere Buchhaltung, nicht Eure.
Ehrliche Antwort: Im Katastrophenfall hat die Hilfe Vorrang – das ist der Zweck der gemeinnützigen Gesellschaft. Solche Einsätze sind selten und meist mit Vorlauf erkennbar. Wir haben mehrere Aggregate in verschiedenen Größen, und für den unwahrscheinlichen Fall gibt es Partner in der Region. Bisher musste noch kein Fest deswegen ohne Strom auskommen.
Weil wir 2021 im Ahrtal gesehen haben, was fehlt, wenn niemand kommt – und weil wir zufällig genau das haben, was dann gebraucht wird: Aggregate, Zelte, Sanitärtechnik, Fahrzeuge und Leute, die damit umgehen können. Die Bauwerk Rodgau gGmbH ist die Struktur, die aus diesem Erlebnis entstanden ist. Unterstützen kann man sie über Geldspenden, Sachspenden oder als Helfer.
Direkt nichts – indirekt eine Menge. Die Standards, nach denen im Datencenter-Bau gearbeitet wird (geplante Hebearbeiten, gesicherte Kabelwege, dokumentierte Lasten), nehmen wir mit auf jedes Event. Das merkt Ihr nicht am Abend. Ihr merkt es daran, dass nichts passiert.
Ja, das ist sogar das Hauptgeschäft: Webdesign, Fotografie, Content und Werbung für inhabergeführte Betriebe im Rhein-Main-Gebiet – die vollständigen Leistungen stehen auf racoonmedia.de. Für das Eventwerk arbeitet Racoon wie für jeden anderen Kunden auch, nur mit kürzeren Wegen.









